Messner Mountain Museum

Messner Mountain Museum SüdtirolDas Gesamtprojekt: Eine Idee – fünf HäuserMit einem zentralen Museum in Sigmundskron und vier Ablegern, in denen Einzelthemen behandelt werden, möchte Messner ein Berg-Museum schaffen, das einmalig ist. Alle fünf Museen, die in der Summe das Messner Mountain Museum ergeben, werden untereinander vernetzt, die Wege (Straßen) dazwischen Teil der Erfahrung und vom Zentrum aus organisiert. Die wichtigen Veranstaltungen, von den jährlichen Eröffnungszeremonien in den Satelliten abgesehen, finden im Zentrum statt. Nur wer die Geschichte kennt, das Heute hinterfragt und den Mut hat, Tabus zu brechen, wird das Thema Berg mitbestimmen. Südtirol, das Land im Gebirge, kann mit diesem Projekt Leader im Bergtourismus werden.

Die Vernetzung

Mit vier Ablegern, Satelliten, die bis 2008 eröffnet werden, ergibt das Ganze mit Sigmundskron als Mittelpunkt im „Land im Gebirge“ die ideale Möglichkeit, das Thema Berg zu besetzen.

Der verzauberte Berg Das am 11. Juni 2006, nach dreijähriger Umbauphase, eröffnete „Messner Mountain Museum Firmian“ auf Schloss Sigmundskron bei Bozen, ist das vierte und zentrale Haus Reinhold Messners Bergmuseen. Reinhold Messner nennt es auch den »verzauberten Berg«. Der Berg kann Menschen verzaubern, und das ist es was im Messner Mountain Museum Firmian zu spüren ist. In den alten Mauern des Schlosses Sigmundskron, ergänzt durch eine moderne Struktur aus Stahl und Glas, erzählt Reinhold Messner von der Bedeutung der Berge für den Menschen. Der Fokus des MMM Firmian liegt auf den Bergen in der Kunst und der Geschichte der Bergbesteigung.

Begegnungsstätte Berg – Mensch

Das MMM soll zeigen „was der Berg mit den Menschen macht“, so Reinhold Messner. Sein Museum auf Schloss Sigmundskron versteht er als „Begegnungsstätte mit dem Berg, mit der Menschheit und letztlich auch mit sich selbst“. Dabei basiert das MMM Firmian auf drei Säulen: der Burg selbst, dem Sanierungskonzept sowie den Exponaten der Ausstellung. Auf einer Ausstellungsfläche von insgesamt 1.100 Quadratmetern sollen Bilder, Skulpturen, symbolische Gegenstände und Erinnerungen an zahlreiche Expeditionen den Besucher auf einem vorgegebenen Parcours durch die Burganlage begleiten und die Geschichte der Berge erzählen. Der sogenannte »Weiße Turm« ist darüber hinaus der Geschichte der Burg und jener des Landes Südtirol gewidmet

Burgsanierung: Der Burgbewahrer

In dem Architekten Werner Tscholl hat Messner einen Bruder im Geiste für die Burg-Sanierung und das Ausstellungskonzept gefunden. Tscholl, der auf die Restaurierung von Burgen spezialisiert ist und in 2004 bereits das kleinste Messner Museum, MMM Ortles in Sulden, realisiert hat, sieht sich als Bewahrer des Ursprünglichen. Auf Schloss Sigmundskron ist seine besondere Herausforderung, das historische Gemäuer zu erhalten und alle Eingriffe zu jedem Zeitpunkt wieder rückgängig machen zu können. Die neue Architektur bleibt dabei im Hintergrund und dient nur als Bühne. Die Glasdächer auf den Türmen sind beispielsweise von außen nicht sichtbar, genausowenig wie Rohre, Strom- und Wasserleitungen. Als Materialien hat Tscholl ausschließlich Stahl, Glas und Eisen verwendet, als moderne und gleichzeitig zeitlose Werkstoffe

Umgebung: Die Natur als Museum

Schloss SigmundskronDer in Zusammenarbeit mit Reinhold Messner konzipierte Parcours bezieht auch die Umgebung von Schloss Sigmundskron mit ein. Die Festung, die über Bozen aufragt, bietet einen Blick auf die Texelgruppe und die Ötztaler Alpen sowie den majestätischen Schlern. Selbst das im Vordergrund sichtbare Bozen und die durch den Berg führende Schnellstraße werden in das Gesamtkonzept einbezogen: Sie zeigen wie der Mensch heute mit dem Berg lebt.
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